Taraxacum Officinale (Lat.)

Löwenzahn hat im Volksmund viele verschiedene Namen wie etwa Pusteblume, Kettenblume, Ringelblume, Hundeblume, Kuhblume, Milchstock, Bimbaum, Lichtblom, Kuckucksblom, Lampe oder Bumbansbüsch und andere.

Beschreibung:

Die Löwenzahnpflanze überdauert den Winter mit langer, äußerlich schwarzbunter Pfahlwurzel, die am Hals schwach wollig behaart ist. Die Wurzel erreicht Fingerstärke, ist innen weiß und führt wie die ganze Pflanze Milchsaft. Am oft mehrköpfigen Wurzelstock bildet sich eine reiche Blattrosette. Die einzeln bis zahlreich zusammenstehenden einköpfigen Blütenschäfte sind hohl und völlig nackt. Der Blütenkelch setzt sich aus vielen Hüllblättchen zusammen, deren innere aufrecht stehen und den Blütenkopf umhüllen. Später wird der Fruchtboden fast kugelig, indem sich sämtliche Blättchen des Hüllkelches zurückschlagen. Die Köpfe tragen zahlreiche gold- und hellgelbe Blüten. Die hellen bis schwarzen Früchtchen haben eine weiße, strahlenförmig ausgebreitete Haarkrone (Pappus), mit der sie der Wind weit verweht. Die Sammelart wurde in viele Unterarten unterteilt, insgesamt gibt es etwa 150 Arten.

Verbreitung:

Der Löwenzahn kommt auf allen Böden vom Flachland bis ins Hochgebirge auf Wiesen, Feldern, Triften und in lichten Wäldern vor. Er ist auf dem größten Teil der nördlichen Halbkugel verbreitet und wurde in Südamerika eingeschleppt.

Blüte und Samen:

Der Löwenzahn hat seine Hauptblüte Ende April/ Anfang Mai. Jede gelbe Blüte setzt sich dann aus bis zu 200 Zungenblüten zusammen, deshalb gehört die Pflanze zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Aus jeder Zungenblüte entsteht später ein Samenkorn. Dieses fliegt aufgrund des geringen Gewichtes mit seinem Pappus ("Fallschirm") leicht im Wind davon. Ein Gramm Löwenzahnsamen entspricht etwa 1200-1600 Samenkörnern. Pro Quadratmeter blühen Ende April/ Anfang Mai auf goldgelben Wiesen bis etwa 500 bis 600 Blüten. Diese produzieren dann etwa 100 Gramm Samen.

Inhaltsstoffe:

Die in der älteren Literatur als Taraxacin bezeichneten Bitterstoffe wurden inzwischen identifiziert. Es handelt sich um anderweitig noch nicht gefundene Eudesmanolide und die ebenfalls neuen Germacranolide sowie Teraxacosid. Das vermutete Lactucapikrin konnte nicht gefunden werden. Außerdem: Sterole, Carotine, Xanthophylle, Flavonoide (in Blättern und Blüten), Phenolcarbonsäuren, Cumarine, Vitamine, Kohlenhydrate (1,1% Schleim, im Frühjahr 18% Zucker [Fructose], ca 2% Inulin, zum Herbst bis 40% ansteigend.) Erwähnenswert ist ferner ein hoher Kaliumgehalt von durchschnittlich 4,5% (Kraut ) und 2,45% (Wurzel), der etwa ein Drittel des Mineralstoffgehalts ausmacht.
Reichlich Informationen rund um die Löwenzahnpflanze gibt es auch auf der Linkseite.
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