| Heilkunde Löwenzahnpflanze Die arabischen Ärzte
Rhazes und Ibn Sina (Avicenna) erwähnen den Löwenzahn
zuerst, doch dürfte die Kenntnis von seiner
Heilwirkung von den Griechen übernommen sein.
Auch die Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts
empfehlen das Kraut.
So wird gesammelt:
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| Im
April und Mai wird die ganze Pflanze vor der Blütezeit
mit der Wurzel gestochen. Nach dem Befreien von
anhaftenden Erdresten wird sie bei künstlicher Wärme
bis zu 40 Grad Celsius getrocknet. Später wird
sie zerkleinert. Sie hat jetzt einen schwachen
Geruch und einen bitteren Geschmack. Die Pflanze
ist vor Licht und Feuchtigkeit geschützt
aufzubewahren. Anwendung:
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| Die
im Frühjahr gesammelte Pflanze hat einen
geringen Inulingehalt und wird als Bittermittel
bei Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden
gebraucht. Die Pflanze wirkt auch gallenflußfördernd
und ist Bestandteil von Leber- und Gallentees. Gegenanzeigen und
Wechselwirkungen:
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| Die getrocknete Pflanze darf nicht
bei Entzündung oder Verschluß der Gallenwege,
Darmverschluß, Gallenblasenempyem, Ileus angewendet werden. Bei
Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem
Arzt anwenden. Nach Kontakt mit dem Milchsaft
wurden selten Hautallergien beobachtet.
Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Nebenwirkungen:
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| Wie
bei allen bitterstoffhaltigen Pflanzen kann es zu
Magenbeschwerden kommen. Wenn Kinder den
Milchsaft aus den Stengeln der Pflanze saugen,
kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Die Pflanze ist in allen Teilen nicht giftig. Dosierung und Anwendung:
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| Soweit
nicht anders verordnet kurmäßig 4-6 Wochen lang
anwenden. Als Aufguß:
1 Eßlöffel der geschnittenen und getrockneten
Pflanze auf eine Tasse Wasser.
Als Abkochung: 3-4g der
geschnittenen und gepulverten Pflanze auf eine
Tasse Wasser.
Als Tinktur: täglich 3 x
10-15 Tropfen.
In flüssigen und festen
Darreichungsformen zur oralen Anwendung.
Wirkt Gallenblase
reinigend, harntreibend und hat appetitanregende
Eigenschaften.
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| Alle
Angaben ohne Gewähr! |